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BaronSoosdon ist einer der erfolgreichsten WoW Filmemacher. Seine bekanntesten Videos sind I'm so sick und Unlimited Escapism vol. 0: Shock Your Senses.
Insgesamt wurden seine Videos fast 2 Millionen mal runtergeladen. Er
tauchte bis jetzt 24 Mal in den Tagesempfehlungen von Warcraftmovies
auf und liegt damit weit vor den anderen Mitgliedern der Hall of Fame. Ich habe ihn mir für ein Interview geschnappt und habe viele interessante Antworten auf meine Fragen bekommen.
BaronSoosdon ist 28 Jahre alt und lebt im Süden von Finnland. Seit 2006 macht er WoW Movies. Was machst du in WoW? Bist du Gelegenheitsspieler, Hardcoreraider...? BaronSoosdon: Ich bin recht casual. Spaß haben - das ist was ich mache, Twinks spielen oder ab und zu mit meiner Gilde raiden. Meine Hauptcharaktere sind bei der Horde und ich bin seit 2005 in meiner Gilde. (The Beastro, Twilight's Hammer - EU) Wo hast du dein unglaubliches Können bei der Filmbearbeitung her? Ist es einfach nur Erfahrung? BaronSoosdon: Übung macht den Meister. Meine ersten Videos waren sehr schlecht, aber je häufiger man es macht, desto besser wird man (genau wie im Spiel :). Auch die Einflüsse aus richtigen Filmen, Serien und Musikvideos waren ein wichtiger Faktor. Zuletzt geben einem die Extras auf DVDs einige sehr gute Tips. Welche Programme und Spiele nutzt du für deine Videos? BaronSoosdon: Für das eigentliche Editing und Compositing benutze ich Sony Vegas. Für zusätzliche Effekte und grafische Dinge sind Photoshop und Particle Illusion praktisch. Wenn ich etwas anderes als WoW nutzen möchte, greife ich häufig zu den Spielen der Unreal Tournament Reihe (UT2004 und UT3). Ihr Vorteil ist ein Interface welches man einfach ausblenden kann, sodass sich die WoW Charaktere gut auf den Hintergrund platzieren lassen. Ein Vorhaben von mir ist ein Machinima komplett ohne WoW zu machen, im Moment warte ich aber noch auf das richtige Spiel dafür. Wieviel Zeit bringst du für ein Video auf? BaronSoosdon: Das hängt vom Video ab. "The Device Has Been Modified" habe ich an einem Tag gemacht. An dem noch nicht releasten "No Point: Stretching Time" arbeite ich seit Februar 2008. Ich habe gelernt, dass Hetzen keine guten Resultate hervorbringt. Ich muss die Idee erst zum Großteil in meinem Kopf abgebildet haben, bevor ich das Video anfange. Während ich daran arbeite, kann es sein dass ich komplett neue Ideen habe, die ich anstatt der Alten einsetze oder noch hinzufüge. Und wieviel Zeit bringst du durchschnittlich (pro Tag oder pro Woche...) für ein Video auf? BaronSoosdon: Das hängt von meiner Inspiration ab. Ich brauche "drive" für das Editing. Mich selbst dazu zwingen endet nicht gut. Manchmal ist es nur eine kurze Session von 15 Minuten um Kleinigkeiten für eine Szene hinzuzufügen - manchmal ist es ein ganzer Tag optimieren, testen, rendern und auch erneutes aufnehmen von einigen Dingen. Auch hängt das von der Komplexität der Szene ab: Es kann eine Stunde dauern eine drei-Sekunden-Szene perfekt zu machen. Ist das nicht manchmal entmutigend? BaronSoosdon: Nicht wirklich. Herausfordernd würde ich sagen. Es ist auch eine Belohnung eine gute, funktionierende und passende Szene nach Stunden der Arbeit zu sehen. Wie organisierst du ein Video und das Editing? BaronSoosdon: In den meisten Fällen fängt es mit Musik an. Wenn ich einen guten Song höre, assoziiere ich verschiedene Dinge zum Song: Kamerabewegungen und Aufnahmewinkel, Kämpfe, Kameraüberflüge etc. Bevor ich anfange, neige ich dazu die Songs wieder und wieder abzuspielen, um zu hören wie die Szene sein wird. Die nächsten Schritte danach sind einfügen und ordnen. Welche Art von Musik inspiriert dich am meisten? BaronSoosdon: Electronic (Trance, Drum'n'Bass, Freeform) und Metal (verschiedene Subgenres). Ich möchte mich nicht auf eine bestimmte Musikrichtung beschränken (allerdings muss mir die Musik oder der Song gefallen, damit ich inspiriert werde). Bei Soundtracks (von Filmen und Spielen) sind auch einige sehr schöne Sachen bei. Könntest du noch etwas mehr zu den einzelnen Schritten beim Editing erzählen? BaronSoosdon: Wenn ich Szenen ingame aufgenommen habe, ist es sehr einfach sie in die Zeitleiste des Video Editors einzufügen. Wenn ich den Modelviewer benutze, ist es wieder von der Situation abhängig. Die Szenen, die ich mit dem Modelviewer mache, neigen dazu viele Ebenen zu haben. Um mir die Arbeit zu erleichtern, rendere ich die einzelne Szene und füge Effekte etc. hinzu, damit es zum restlichen Projekt passt. Hast du ein Lieblings-Machinima? BaronSoosdon: Edge of Remorse. Es hat mich sehr beeindruckt als ich es das erste Mal gesehen habe. Und welches deiner eigenen Videos ist dein Favorit? BaronSoosdon: Ich denke es ist entweder "The Device Has Been Modified" oder "No Point: Stretching Time" (welches später releast wird). Ich kann mich nicht entscheiden :) Könntest du dir richtige Blockbuster vorstellen, die mit Spiel-Engines gemacht sind? BaronSoosdon: Vorstellen ist einfach, aber das Mainstreampublikum dazu zu bringen, einen Film zu sehen, welcher mit einem Spiel gemacht wurde ist der Trick. Nicht unmöglich, aber ich denke die Engine die benutzt wird muss entweder eine gewisse Einzigartigkeit, oder beeindruckende Optik bieten. Gibt es etwas in Wrath of the Lich King, was Machinimas verändern könnte oder schon verändert hat? BaronSoosdon: Im Moment ist es schwieriger für einige Leute Machinimas zu machen, denn WotLK hat den alten WoW Modelviewer unbrauchbar gemacht, weil das Model-Format geändert wurde. Ich wusste, dass diese Änderung kommt und habe mir ein Backup von einer Pre-WotLK Version gemacht. Für das eigentliche "Machinimaking" hat WotLK keine neuen Dinge in den Herstellungsprozess gebracht. Aber es hat andere nützliche Sachen gebracht: neue Models, Frisuren etc. Vielen Dank, das war's auch schon. Gibt es noch etwas, was du hinzufügen möchtest? BaronSoosdon: Genießt die Machinimas und kommt uns im #machinima Channel im Quakenet besuchen.
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